UNSICHTBAR – BESONDERS BELASTET – GEFÄHRDET

Geflüchtete Lesben, Schwule, Bisexuelle & Trans* Personen

Ca. 5 % der Geflüchteten sind lesbisch, schwul, bisexuell oder trans*.

Oftmals kommen sie aus Ländern, in denen Staat und/oder Gesellschaft Homosexualität und Trans*identität tabuisieren und bis hin zu Gewaltverbrechen und Todesstrafe sanktionieren.

Sie haben gelernt ihre sexuelle / geschlechtliche Identität zu verbergen. Viele wagen auch in Deutschland nicht darüber zu sprechen, obwohl die Zugehörigkeit zu der Gruppe der Homosexuellen und/oder Trans*menschen für sie häufig ein (zusätzlicher und anerkannter) Fluchtgrund ist. Nach teilweise großen Strapazen auf dem Weg nach Deutschland erleben sie auch hier, auch in Gemeinschaftsunterkünften Homo- und Trans*phobie. Wenig sensible oder gar ablehnende Dolmetscher_innen, Unterstützer_innen oder Behörden sowie die berechtigte Angst vor diesen, können das Asylverfahren zudem deutlich erschweren. Vor diesen Hintergründen ist es nachvollziehbar, dass viele lsbt* Geflüchtete ihre sexuelle / geschlechtliche Identität auch in den Unterkünften sowie gegenüber Behörden verbergen.[/showhide]

 

Seit September 2016 finden junge lsbt* Geflüchtete notwendige Unterstützung zur Stärkung, Integration und Bildung in den lsbt* Jugendtreffs together und im anyway köln.

Informationen zur lsbt* Geflüchtetenarbeit der Fachberatungsstelle sowie zu den kooperierenden Jugendtreffs together mülheim, together essen, together krefeld und anyway köln:

Bild1 Tel.: 0208 – 91 19 59 04

fachberatung@gerne-anders.de

Neben individueller Unterstützung in Form von Beratung und Begleitung bei Behördengängen, ermöglicht das landesgeförderte Projekt spezielle Gruppenangebote für junge LSBT* mit Fluchthintergrund sowie Unterstützung bei der Integration in die regulären Angebote der Jugendtreffs. Für weitere Informationen steht Ihnen das Fachkräfte-Team gerne zur Verfügung.

 

Wir unterstützen Sie durch unterschiedliche Sensibilisierungsveranstaltungen, Materialien, Fachberatung oder Vermittlung zu Organisationen.

Nehmen Sie Kontakt auf, „gerne anders!“-NRW unterstützt Sie gerne! Mehr Informationen zur möglichen Unterstützung finden Sie hier.

Uns ist sehr bewusst, dass Sie und Ihre Kräfte in den letzten Monaten besonders gefordert waren und Sie sich oft – trotz extremen Engagements – nur um das Allernötigste kümmern konnten. Mit unserem kostenlosen Angebot möchten wir Sie durch konkrete Hilfe bei der Unterstützung der einzelnen Personen entlasten. Die Unsichtbarkeit von LSBT* sowie die Situation in Deutschland (allgemeine Unsichtbarkeit, mangelnde Sensibilität, (latente) Vorurteile) führen dazu, dass Sie, als in der Unterstützungsarbeit für bzw. mit Geflüchteten, sich mit diesem Thema wahrscheinlich bisher nicht oder nur am Rande beschäftigen konnten. Wir möchten Sie dennoch für die besondere Situation von lsbt* Geflüchteten sensibilisieren und Sie bitten, diesen Menschen in ihrer besonderen Situation zu unterstützen. Durch internationale Verträge sind geflüchtete Lesben, Schwule, Bisexuelle und trans* Personen als besonders schutzwürdige Personengruppe anerkannt und vor Diskriminierung und Gewalt auch durch Behörden sowie in Unterkünften zu schützen.